Pressestimmen

 

… seine Erzählungen überzeugen durch ihre Skurrilität und Doppelbödigkeit. Sie stehen in einer Tradition, die von Kafka bis zu Polanski reicht, und haben doch einen eigenen Klang. Oft geht es in ihnen um Sonderlinge und ihre albtraumhaften Konflikte, die aber auch ihre heitere Seite haben. Dass Ruch zwischen den Sprachen und Kulturen lebt, spielt dabei eine grosse Rolle. (Manfred Papst, NZZ am Sonntag)

 

… an Robert Walser fühlt man sich erinnert, wenn man von Letie liest, dem Zwerg, der sich dem Leben versagt, um ungestört Grosses zu denken; Kafka wirft seinen Schatten, der sich im berauschenden Sprachspiel dehnt und verschwimmt. Das Glück fliegt über den Walliseller Bahnhof, grüsst Borges, verwandelt sich in einen Satz von Tschechow und steht wie eine Libelle über dem Wasser für 1,5 Sekunden still – nicht länger als die Gegenwart. (Katharina Knorr, Schweizer Monatshefte)

 

 

Sein Einfallsreichtum scheint kaum zu versiegen und wagt sich in der Story vom Furunkel bis hin zur evolutionsgeschichtlichen Groteske. Dabei bescheren Spiel- und Sprachfreude den Lesenden überraschende Kapriolen. (…) Zweifellos zeigt dieser Autor geistreichen Witz, und ab und zu gibt er ein rasantes Tempo vor. Aber er verblüfft auch mit Tiefsinn, wenn er sich auf die Suche nach dem letzten Wort begibt.  (Beatrice Eichmann-Leutenegger, NZZ)

 

Beo-bachtungsgabe, Rhythmus, Sinn fürs pointierte Detail zeichnen die neun kurzen Erzählungen aus, zu denen die kräftigen Lithographien von Andreas Dal-Cero gut passen. (Manfred Papst, NZZ am Sonntag)

 


Links zu Rezensionen:

 

Verlagswebsite

https://edition8.ch/buch/hinter-der-wand

 

Manfred Papst, Sonderlinge, NZZ am Sonntag, 04.12.2011

https://edition8.ch/rezensionen_doks/Sonderlinge-NZZ-am-Sonntag-4.12.11.pdf

 

Beatrice Eichmann-Leutenegger, Spurensuche, Neue Zürcher Zeitung, 3. Mai 2011

https://edition8.ch/rezensionen_doks/Ruch_NZZ.pdf

 

Katharina Knorr, Traurigkeit springt Leute an, Literarischer Monat, Oktober 2011

https://literarischermonat.ch/traurigkeit-springt-leute-an/

  

Talgo Pendular, Manfred Papst, NZZ am Sonntag, 14. März 2004

Antonio hat eine Brieftasche geklaut. Inhalt: 25 Duros und je ein Kondom „Leuchthäubchen“, „Rotes Teufelchen“ und „Schokoladeüberzug“. Sie wandern unbemerkt in den Kittel des vorübereilenden Kollegen Curro. Der bekommt mächtig Ärger, als seine Frau daheim die Bescherung entdeckt., denn „sie machen’s ohne, wenn überhaupt“. Auf drei Seiten erzählt Karl-Gustav Ruch die Odyssee des Schokoladenkondoms, das nach vielen Stationen am Ende tatsächlich wieder bei seinem ursprünglichen Besitzer landet. Das hat Tempo und Witz. Andere Erzählungen des 50-jährigen Autors, der aus Zürich stammt, aber seit 1990 als Deutsch- und Musiklehrer in Barcelona lebt, siedeln zwischen den Sprachen. Im durch die Nacht rumpelnden Talgo Pendular mischen sich Englisch, Spanisch, Schweizerdeutsch – nicht anders als in der Expo-02-Warteschlange am Schiffssteg in Murten. Beo-bachtungsgabe, Rhythmus, Sinn fürs pointierte Detail zeichnen die neun kurzen Erzählungen aus, zu denen die kräftigen Lithographien von Andreas Dal-Cero gut passen.

Oft erscheinen in der bibliophilen Eremiten-Presse Gelegenheits- und Nebenwerke bekannter Autoren (…). Schön, dass der Verlag mit Ruchs munterem Début wieder einmal etwas wagt.